Wissenswertes
Das solltest Du unbedingt wissen
Im Waldkindergarten sollten die Kinder am besten robuste und wetterangepasste Kleidung tragen. Das bedeutet wasserdichte und atmungsaktive Jacken sowie Hosen, die vor Feuchtigkeit und Schmutz schützen. Feste Schuhe mit rutschfester Sohle sind wichtig für sicheres Spielen und Erkunden im Wald. Zwiebelschichtung ist ideal, da sie es ermöglicht, sich bei Bedarf anzupassen und sowohl bei kühlem als auch warmem Wetter komfortabel zu bleiben. Denke daran, deinem Kind auch eine Mütze, Handschuhe und bei Bedarf eine wärmende Schicht für kalte Tage mitzugeben. Wichtig ist auch, dass die Kleidung robust ist und schmutzabweisende Eigenschaften hat, da im Wald gerne mal geklettert, gerutscht und gebuddelt wird.
Im Waldkindergarten verzichtet man oft auf eine Ganztagsbetreuung, um den Kindern ausreichend Zeit für das freie Spiel und die Erkundung der Natur zu ermöglichen. Die begrenzte Zeit im Wald fördert eine intensive und qualitativ hochwertige Interaktion mit der Umgebung, die für die ganzheitliche Entwicklung der Kinder entscheidend ist. Zudem ermöglicht es den Kindern, eine enge Bindung zur Natur aufzubauen und ein tieferes Verständnis für ihre Umwelt zu entwickeln. Durch den Fokus auf halbtägige Betreuung können die Kinder ihre Energie optimal nutzen und den Tag im Freien genießen, während sie gleichzeitig genügend Zeit für Ruhe und Erholung zu Hause haben.
Nein, im Waldkindergarten müssen Kinder nicht zwingend windelfrei sein. Wir respektieren die Bedürfnisse und das Entwicklungstempo jedes Kindes. Sollte ein Kind das Wickeln einmal ablehnen oder wenn es Schwierigkeiten gibt, besprechen wir dies immer direkt mit den Eltern. Gemeinsam suchen wir nach einer einfühlsamen, lösungsorientierten Herangehensweise, die ohne Zwang auskommt und das Wohl des Kindes in den Mittelpunkt stellt.
Unser Waldkindergarten ist für Kinder ab 3 Jahren konzipiert, da sie in diesem Alter oft bereits über die nötige körperliche und emotionale Entwicklung verfügen, um von den Erfahrungen und Aktivitäten im Freien zu profitieren. Ab diesem Alter können sie besser mit den Anforderungen des Waldes umgehen und haben eine längere Aufmerksamkeitsspanne, um die Natur intensiv zu erkunden und zu genießen. Zudem ermöglicht es uns, uns auf die Bedürfnisse der älteren Kinder zu konzentrieren und eine ausgewogene Gruppendynamik zu schaffen.
Die Eingewöhnung im Waldkindergarten erfolgt behutsam und einfühlsam, um den Übergang für die Kinder so sanft wie möglich zu gestalten. Schon bevor der offizielle Starttermin am Tag des 3. Geburtstags stattfindet, können die Kinder den Kindergarten in Begleitung besuchen, um sich mit der Umgebung und den Erziehern vertraut zu machen.
Während der eigentlichen Eingewöhnungsphase richten wir uns ganz nach den individuellen Bedürfnissen jedes Kindes. Die Dauer dieser Phase variiert je nachdem, wie schnell sich das Kind in der neuen Umgebung zurechtfindet und Vertrauen aufbaut. In der Regel dauert die Eingewöhnung jedoch mindestens eine Woche, um den Kindern genügend Zeit zu geben, sich einzuleben und sich sicher zu fühlen.
Etwa 4-6 Wochen nach Abschluss der Eingewöhnungsphase findet das erste Entwicklungsgespräch statt, bei dem die Eltern und Erzieher die Entwicklung des Kindes gemeinsam besprechen. Dieser Austausch ermöglicht es, eventuelle Anpassungen im Betreuungsablauf vorzunehmen und sicherzustellen, dass sich das Kind im Waldkindergarten wohl und geborgen fühlt.
Im Sommer sollten Kinder im Waldkindergarten darauf achten, keine süßen Lebensmittel mitzubringen, da dies dazu führen kann, dass sie unerwünschte Besucher anlocken, wie zum Beispiel Wespen oder andere Insekten. Der süße Geruch von Lebensmitteln wie Bonbons, Schokolade oder süßen Getränken kann dazu führen, dass diese Tiere in die Nähe der Kinder gelockt werden, was potenziell zu Stichen oder unangenehmen Situationen führen kann. Aus diesem Grund ist es ratsam, stattdessen auf herzhafte oder weniger süße Snacks zurückzugreifen, um das Risiko von unerwünschten Begegnungen mit Insekten zu minimieren und den Kindern einen sicheren und ungestörten Aufenthalt im Waldkindergarten zu ermöglichen.
Zecken sind in Waldgebieten verbreitet und können Krankheiten wie Borreliose und FSME übertragen. Um sich zu schützen, sollten Kinder im Waldkindergarten lange Kleidung tragen und regelmäßig nach Zecken abgesucht werden. Eltern sollten ihre Kinder regelmäßig auf Zeckenbisse untersuchen und im Falle eines Bisses einen Arzt aufsuchen. Die Hochsaison für Zeckenbisse fällt in die warmen Monate des Jahres. Daher ist besondere Vorsicht geboten, sobald die Temperaturen steigen.